Energievision Murau

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NAWE - Nachhaltiger Energiepark Micheldorf-Hirt -
Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern
für eine energieautarke Region Micheldorf-Hirt

NAWE bietet einen neuartigen Zugang, die regionale Energieversorgung ganzheitlich und systemisch neu zu überdenken, indem systematisch die optimale Lösung für die Region in einem Prozess gemeinsam von der Gemeinde, den Betrieben und externen Energiefachleuten gesucht wird. NAWE verbindet ein partizipatives Herangehen mit einer Systemanalyse und fachlich fundierter Ausarbeitung möglicher Varianten. Dadurch wird gleichzeitig gewährleistet, dass die unter ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien optimale Lösung erkannt und umgesetzt wird, weil alle Beteiligten Teil des Lösungsprozesses waren, die Kriterien der Lösungsfindung nachvollziehen können, in den Entscheidungsprozess integriert sind und damit die Lösung mittragen. Das Konzept wird dabei auf der Analyse der einzelnen Energieverbraucher und Einsparungspotentiale und der Überlagerung der Anforderungen der Systemelemente aufgesetzt.
Im NAWE-Energiekonzept des Gesamtsystems - und darin liegt ein wesentlicher innovativer Ansatz – werden die einzelnen Technologien zur Nutzung regenerativer Energieträger dann solcherart kombiniert, das zB bestimmte Energiepotenziale kaskadisch genutzt werden, dass Abwärme und Sekundärreststoffe entsprechend eingebunden werden und auch bestimmte Produktionsanlagen zeitlich und lastmäßig von der Betriebsweise so aufeinander abgestimmt werden, dass eine möglichst hohe Gesamtenergie- und Ressourceneffizienz des Modellsystems Micheldorf-Hirt erreicht wird.
Als Lösung wird erwartet, dass die zukünftige Versorgung der Region und der Betriebe mit Strom und Wärme vollständig mit einem angepassten regional verfügbaren, erneuerbaren Energiemix auf der Basis von Holz, Biogas, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserkraft, Solarenergie und eventuell Windkraft und Geothermie realisiert wird. Gleichzeitig werden im Sinne eines Least Cost Plannings in den Betrieben und bei den sonstigen Verbrauchern sämtliche Maßnahmen angeregt, die geeignet sind, generell Energie zu sparen oder Temperaturniveaus und Lastprofile zu erzeugen, die sich gut mit erneuerbaren Energieträgern abdecken lassen.
Die technische Energiebereitstellung wird schließlich durch eine regionale Betreibergesellschaft gewährleistet, die die notwendigen Investitionen tätigt und den einzelnen Betrieben und der Gemeinde die benötigte Energie als Dienstleistung im Rahmen eines Betreibermodells zur Verfügung stellt. Daneben obliegt der Gesellschaft die Steuerung und Koordination innerhalb des Netzwerkes. In obigem Sinne wird die Betreibergesellschaft von regionalen Akteuren gegründet und mit deren Beteiligung betrieben. Für die Energiebereitstellung sollen auch Contractingmodelle angewendet werden, wo dies sinnvoll ist. Die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen, ein Finanzierungsplan und der entsprechende Geschäftsplan werden im Rahmen von NAWE ausgearbeitet. Das Vorgehen von NAWE wird so dokumentiert, dass es für andere Regionen reproduzierbar wird.

Das Projekt wird im Rahmen der Programmlinie „Energiesysteme der Zukunft“ – einer Kooperation des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft – durchgeführt.

Projektleitung: Stenum GmbH
Projektpartner: Energieagentur Obersteiermark

Förderungsstellen:







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